Workcases aus der Praxis

Industrial Engineering
Zeitwirtschaft · Prozessanalyse · REFA/MTM



 Was diese Workcases zeigen

kurz · messbar · übertragbar
Nutzen

  • Transparenz über Zeitanteile (wertschöpfend vs. Verlustzeiten)
  • Engpässe sichtbar gemacht – statt Bauchgefühl
  • Priorisierte Maßnahmen: Quick Wins + Strukturmaßnahmen
  • Standardarbeit, Shopfloor-Routinen und
  • Kennzahlen verankert
  • Fundierte Entscheidungen zu Personal, Layout und Investitionen





Workcase-Übersicht

8 Beispiele aus realen Projekten (anonymisiert)



Zeitstudie Serienfertigung

Wertschöpfung, Störungen, Standards

Multimoment Montage/Verpackung

Auslastung, Engpass, CAPEX-Hebel

Verpackung & Dokumentation

Fläche, Flow, Digitalisierung

Lager & Versand

Wege, Pufferlogik, 5S/Shopfloor

WE/WA Standardisierung

Sonderfälle, ERP/WMS, Fehler senken

Planzeiten & Abtaktung

Arbeitsplan, Line Balancing, Kapazität

Prozesswerk: Verladung/Abfüllung

Infrastruktur, Störungen, Wege

Automatisierungs-Entscheidung

Personalbedarf, Auslastung, Business Case




REFA Ablauf- & Zeitstudien in Serienfertigung

Ziel: Zeitanteile, Störtreiber und Leistungsbandbreite objektiv machen



Herausforderung

  • Uneinheitliche Arbeitsweisen und schwankende Leistung je Arbeitsplatz
  • Viele ungeplante Unterbrechungen (Störungen, Wartezeiten, Übergaben)
  • Potenzial für Standardarbeit und stabilere Prozessführung

Analyse & Ansatz

  • Ablaufstudien und Zeitstudien an mehreren Messpunkten
  • Struktur nach Tätigkeitsarten (wertschöpfend / Verlustzeiten)
  • Soll/Ist-Vergleiche und Störungslogik als Faktenbasis

Ergebnisbild

  • Wertschöpfungsanteil in der Beobachtung ~65% sichtbar gemacht
  • Störungsbild quantifiziert: 78 Unterbrechungen in 2 Tagen
  • Produktivitätsspanne je Arbeitsgang: 69%–96% als Hebel für Standards



Multimomentstudie: Montage & Verpackung

Ziel: Auslastung, Engpässe und Flächen-/Transportthemen quantifizieren



Herausforderung

  • Schwankender Durchsatz trotz engagiertem Team 
  • Transport- und Materialthemen bremsen die Montage
  • Verpackung als vermuteter Engpass ohne belastbare Daten

Analyse & Ansatz

  • Multimomentstudie über mehrere Beobachtungstage
  • Messpunkte über Montageplätze und Verpackung, 12+ Ablaufarten
  • Auswertung nach Auslastung, Verteilzeiten, Engpasswirkung

Ergebnisbild

  • Engpass Verpackung klar belegt und priorisiert
  • Sofortmaßnahmen: Materialzonen, Greifwege, Beleuchtung, Transportlogik
  • Strukturmaßnahmen: Abtaktung, Kennzahlen, AutomatisierungsVorprüfung



Verpackungsprozess stabilisiert (Fläche · Flow · Qualität)

Ziel: Bestände senken, Wege reduzieren, Dokumentation verschlanken



Herausforderung

  • Überbestände am Arbeitsplatz blockieren Fläche und verursachen Umräumen
  • Material-/Verpackungsengpässe unterbrechen den Arbeitsfluss
  • Doppeldokumentation erzeugt Suchzeiten und Fehlerpotenzial

Analyse & Ansatz

  • Gemba-Beobachtung und Verschwendungsanalyse entlang des Prozesses
  • Layout-/Wegeanalyse (Waagen Drucker, Übergabepunkte)
  • Priorisierte Maßnahmenliste inkl. Quick Wins und Standards

Ergebnisbild

  • Regelwerk: Start erst bei vollständigem Material (weniger Unterbrechungen)
  • FIFO- und Zonenlogik für Zwischenstände, weniger Stellflächen-Chaos
  • Digitalisierung am Arbeitsplatz (Monitor/QR) als Zeit- und Fehlerhebel




Lager & Versand: Durchsatz bei Spitzenlast stabilisiert

Ziel: Wege-/Nebenzeiten reduzieren und Warenausgang entkoppeln



Herausforderung

  • Zeitverluste durch Etikettierung, Suchen und Zusatzhandgriffe
  • Wegezeiten binden Kapazität (Material/Leergut/Unterlagen)
  • Warenausgang wird bei Spitzenlast zum Flaschenhals


Analyse & Ansatz

  • REFA-orientierte IST-Aufnahmeinkl. Zeitstudien imVersandprozess
  • Materialflussanalyse (Puffer,Stellflächen, Abholfenster)
  • Ableitung von Quick Wins Strukturmaßnahmen(Layout/Standards/System)

Ergebnisbild

  • Etikettierung verlagert: Wartezeiten genutzt statt Zusatzarbeit im Lager
  • Puffer-/Flächenlogik neu: definierte Zonen, klare Regeln, Visualisierung
  • Stabileres Tagesgeschäft durch Shopfloor-Rhythmus und 5SMarkierungen



Wareneingang/Warenausgang standardisiert (Sonderfälle reduziert)

Ziel: weniger manuelle Buchungen, weniger Wege, höhere Prozesssicherheit



Herausforderung

  • Hoher manueller Aufwand durch Sonderprozesse und Nacharbeiten
  • Wege zwischen Lager, Büro und Übergabepunkten erzeugen Wartezeiten
  • Unterschiedliche Arbeitsweisen je Mitarbeitenden erhöhen Fehlerquote

Analyse & Ansatz

  • Arbeitsgänge strukturiert erfasst und zeitlich bewertet
  • Standardbausteine/Checklisten für wiederkehrende Sonderfälle
  • Übergaben, Dokumente und Systemschritte neu gebündelt

Ergebnisbild

  • Sonderfälle nach Standard bearbeitbar – weniger Rückfragen/Fehler
  • Weniger Büro–Lager–BüroWechsel durch definierte Übergabepunkte
  •  Planbarkeit pro Vorgang verbessert (Zeiten/Schritte belastbar)



Planzeiten validiert & Abtaktung vorbereitet (Montage + Fertigung)

Ziel: realistische Zeiten für Kalkulation, Termin- und Kapazitätsplanung



Herausforderung

  • Historisch gewachsene Planzeiten – realer Aufwand unklar
  • Haupt-/Nebenzeiten nicht sauber getrennt (Handling/Zu- und Abführen)
  •  Abtaktung/Line Balancing benötigt belastbare Arbeitspläne

Analyse & Ansatz

  • REFA-Zeitstudien in repräsentativen Montageabschnitten
  • Ergänzend Zeitstudie in ausgewählter Grundfertigung
  •  Arbeitsplan mit Zeitblöcken je Abschnitt als Basis für Abtaktung

Ergebnisbild

  • Planzeiten datenbasiert aktualisiert statt „gefühlter“ Werte
  • Engpass-/Takttransparenz durch strukturierte Ablaufabschnitte
  • Grundlage für Standardarbeit, Einarbeitung und stabile Termine



Prozesswerk: Verladung/Abfüllung entstört und beschleunigt

Ziel: Infrastruktur- und Störungstreiber als Maßnahmenprogramm aufbereiten



Herausforderung

  • Technische Engpässe und wiederkehrende Störungen erzeugen Stillstände
  • Mehrfachhandling und lange Wege erhöhen Aufwand im Tagesgeschäft
  • Fehlende Puffer-/Stellflächen destabilisieren den Ablauf

Analyse & Ansatz

  • Interviews + Zeitstudien in Kernprozessen (Verladung,Abfüllung, Mischen)
  • Einfluss von Wegen, Personal und Störungen quantitativ bewertet
  • Quick Wins und Investitionshebel getrennt priorisiert

Ergebnisbild

  • Infrastruktur-Hebel identifiziert (z. B. Waagen/Stationslogik)
  • Störungsvisualisierung + Instandhaltungsroutine als Stabilitätshebel
  • Business Case für Pufferfläche und digitale Bestands- /Ortstransparenz



Automatisierungs-Entscheidung abgesichert (Personal/CAPEX)

Ziel: Robotik-/Automatisierungsoptionen datenbasiert bewerten



Herausforderung

  • Investitionsidee: Automatisierung soll Personal substituieren
  • Unklar, ob Auslastung und Produktmix die Entlastung hergeben
  • Risiko einer Fehlinvestition ohne belastbare Messdaten

Analyse & Ansatz

  • Multimomentstudie mit hoher Stichprobe (9+ Tage, 100+ Messpunkte)
  • Bewertung nach Ablaufarten (produktive Zeit, Verteilzeit, Pausen, etc.)
  • Szenariovergleich je Linienbelegung/Anlagenkonfigura tion

Ergebnisbild

  • Auslastungsszenarien transparent gemacht (z. B. ~72% vs. ~48%)
  • Investitionsentscheidung faktenbasiert statt Annahmen
  • Nächste Schritte: Verifizierungsmessung + vertiefende Ablaufstudien



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